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Lokalsport 12.07.2018

Bei SG Waldfischbach hängt Haussegen schief

Tischtennis: Peter Baumann vor dem Absprung

Peter Baumann – hier im Aufstiegsjahr im Spiel gegen den TTC Riedelberg – in Aktion: Der langjährige Leistungsträger ist sauer auf die Vereinsführung und steht der SG Waldfischbach in der kommenden Pfalzliga-Saison wohl nicht zur Verfügung. (Foto:

Trotz des souveränen Aufstieges in die Tischtennis-Pfalzliga und des damit größten Erfolges in der Vereinsgeschichte hängt bei der SG Waldfischbach der Haussegen schief. Der langjährige erfolgreiche Aktive und in der Abteilungsleitung rührige Peter Baumann steht vor dem Absprung. Gründe sind sportliche und persönliche Differenzen wegen Neuzugang Eduard Pogostkin, der in der kommenden Saison die erste Mannschaft verstärken soll.

Pogostkin war bisher Spieler der Post SG Kaiserslautern, die mittlerweile vom Spielbetrieb abgemeldet hat. Kurz vor Wechselschluss schloss sich der Lauterer der SGW an. Der Neu-Pfalzligist wollte seine erste Mannschaft dafür von sechs auf sieben Spieler aufstocken. Pogostkin und Baumann sollten sich von Spiel zu Spiel abwechseln (rotieren) - so lautete jedenfalls der Plan.
Aufgrund des im Tischtennis als Leistungsmaßstab geltenden Punktesystems (QTTR-Wert) wäre Baumann auf Platz sieben in der Sechsermannschaft gerückt und kein Stammspieler mehr gewesen. Damit und auch mit einer Rückversetzung in die zweite Mannschaft (Bezirksliga) war das Urgestein der SGW nicht einverstanden und legte seine Spielzusage für die Vorrunde auf Eis.
Auf PZ-Anfrage bestätigte Baumann gestern die Vorgänge. Seine Meinung laute: Ein Verein solle eine erfolgreiche Mannschaft, die aufsteigt, nicht auseinander reißen, wenn kein dringender Grund besteht. Eduard Pogostkin habe sich einen Tag vor Wechselschluss der SGW nur angeschlossen, weil er in der lukrativen Pfalzliga spielen wolle. Von der Vorgehensweise aller Beteiligten sei er menschlich enttäuscht, erklärte Baumann und ließ seine sportliche Zukunft offen.
Abteilungsleiter Walter Franz erklärte, dass er nach über 35 Jahren sehr erfolgreicher und konstruktiver Zusammenarbeit mit Peter Baumann diesen Schritt sehr bedauert und hofft, dass sich während der Vorrunde die Wogen wieder glätten und er seine Entscheidung noch mal überdenkt. „Für uns wäre ein Ausscheiden von Peter menschlich und spielerisch ein herber Verlust, denn unsere Erfolge in den letzten Jahren hängen maßgeblich mit seinem Namen zusammen“, sagte Walter Franz.
Fraglich wäre bei einem Vereinswechsel von Baumann, ob weiterhin hochkarätige und lukrative Tischtennis-Turniere in Waldfischbach ausgerichtet werden. Denn als Vizepräsident des Pfälzischen Tischtennisverbandes (PTTV) pflegte der 51-Jährige beste Kontakte.
In der Ü 50-Seniorenmannschaft der SG Waldfischbach ist Baumann dagegen weiter an Position zwei gemeldet. Eine erneute Spielberechtigung für die Aktiven wäre nach Rücksprache mit Hubert Egersdörfer (Karteistelle) jederzeit möglich – ein Vereinswechsel aber erst zur Rückrunde vollziehbar. (est/sl)